Reisen - die schönste Nebensache der Welt! :)

Mittwoch, 06.03.2013

Wir schreiben den 04.März in Costa Rica, die Zeit in der kein Regen fällt, es heiße und schwüle Tage gibt und es von dichtem Nebel keine Spur geben sollte.. kurz gesagt: Trockenzeit ! :) Da in den letzten Tagen jedoch eher das Gegenteil zutrifft und somit die Temperaturen (nach Ansicht der Ticos) unter dem Gefrierpunkt liegen, schließen viele Läden (wieso sollte man auch bei Kälte arbeiten?) und es bleiben einige Kinder dem Kindergarten fern. Das schlimmste jedoch: mein Wellblechdach macht Geräusche, als ob ein Tornado wüten würden. Aufgrund dieser Bedingungen habe ich endlich Zeit, wieder einmal meinen Blog zu schreiben..:)

Anfang Januar beschlossen Anne, Lea und ich, dass Leas Abschiedsreise nach sechs Monaten Costa Rica nach Uvita gehen sollte. Dort angekommen hatten wir wieder die glorreiche Idee in Hängematten zu übernachten, was wir jedoch am nächsten Tag schrecklich bereuen würden. Doch zunächst machten wir uns auf den Weg zu einem Wasserfall, welcher an einem abgelegenen Ort gelegen war und wir somit ungestört baden gehen konnten. Die Kulisse war traumhaft, glänzendes Wasser mit großen Steinen an beiden Seiten, über welche wir weiter Flussabwärts entlang gehen konnten, umgeben von tropischen Wäldern.

Als wir uns abends erschöpft in unsere Hängematten lagen, schliefen wir nach den Worten des Hostelbesitzers (wir sollten aufpassen, dass wir nicht beraubt wurden, da das Gelände nicht eingezäunt war.. welch Freude!) und durch die vielen Moskitos weniger ruhig. Am nächsten Tag dann das Grauen :D Als ich aus meiner Hängematte aufstand und von einigen angeschaut wurde, als ob ich soeben aus einem Ufo gestiegen wäre, erblickte ich mich im Spiegel. Die Moskitos haben es doch tatsächlich geschafft mich nachts so zu attackieren, dass ich mit über 30Stichen im Gesicht aussah, wie ein Boxer nach seinem k.o.. Die Augen als auch Lippen angeschwollen linderte ich meinen Schmerz mit leckeren Pancakes zum Frühstück. Anschließend ging es in den Nationalpark Marino Ballena in Uvita. Dort durften wir leider keine Kamera mit rein nehmen, da es viele Überfälle auf Touristen gab.

An dem 13km langen Sand und Kieselstrand spazierten wir einige Zeit entlang und hielten Ausschau nach Buckelwalen aus der Antarktis, welche ihren Weg durch den Meerespark nehmen. In jeder höheren Welle glaubten wir Wale zu sehen.. doch das war höchstwahrscheinlich Einbildung, Schade :D An der felsigen Landzunge, welche die Form einer Walflosse hatte, gingen wir baden und konnten einige große bunte Fische erblicken.

Nach einer weiteren Nacht auf den Hängematten (mit Mückenspray bewaffnet) zogen wir weiter nach Dominical. Das Dorf als auch das Hostel enttäuschte uns jedoch sehr. Anders als es im Reiseführer berichtet wurde, gab es hier sehr wenige Backpacker, keinen schönen Strand und trotz Wochenende kaum Ausgehmöglichkeiten. Abends im Hostel lernten wir zwei sympathische Männer kennen. Einer von ihnen kam aus Nicaragua und arbeitete in Dominical. Seine Familie wohnte jedoch in Jaco in einem sogenannten ''hueco'' (Loch)..die Erzählungen von dem Lebensstandard  seiner Familie bereiteten mir einen Klos im Hals. Der andere Mann hieß Kenneth und war ein reicher Amerikaner, welcher jedoch ein zweites Leben in Costa Rica aufgebaut hat, einige Gebäude in Jaco und Dominical besaß und uns versprach, das Hostel, in welchem wir uns befinden, zu renovieren, da er dies übernehmen wollte. Er bot uns außerdem an, in seinem Kondominium den nächsten Tag gratis zu verbringen, um das schäbige Hostel wiedergutzumachen. Dies konnte wir leider nicht realisieren und wurden am nächsten Tag von dem Nica mit nach Jaco genommen, von wo aus unser Bus fuhr. Zwischenhalt wurde im ''hueco'' gemacht, wo wir einen Eindruck bekamen, auf welche Weise die Menschen der Unterschicht Costa Ricas leben.

Am selben Wochenende begann die ''Fiesta de Palmares''! Dort wurde das größte Tope (Pferderennen) Costa Ricas veranstaltet, es gab Karnevalsumzüge, sowie Konzerte (z.B. Shaggy haha :D, welchen ich jedoch verpasste) als auch Stierkämpfe, große Openair-Discos und unendliche Mengen an Essen und Bier (angeblich das zweitgrößte Bierfest nach dem Oktoberfest).

Da die Fiestas nur 15 Minuten mit dem Bus von San Ramón entfernt lagen, verbrachten wir dort einige amüsante als auch trinkreiche Tage, was die Menschen erfreute, welche sich auf dem Gelände mit überdimensionale Säcken voller leerer Bierdosen herumtrieben.

Am letzten Abend ging ich mit meiner Gastfamilie zum großen Feuerwerk und anschließend auf den Rummel. Meine kleine Gastschwester war so angetan von dem Karussell (sie sitzt ja sonst nur vor dem Fernseher!), dass wir sie nach einigen Stunden nur mit Churros überreden konnten, uns auf  den Heimweg zu begeben.

Nach fast zwei Monaten Ferien fing wieder der Ernst des Lebens an: Freiwilligenarbeit im Kindergarten! :) Es gab einige neue Kinder, welche meinten, uns ''Mami'' nennen zu müssen und so jung waren, dass sie es noch nicht einmal selbst schafften, die Hose auszuziehen, um aufs Klo zu gehen. Wir waren jedoch froh, als sie uns um Hilfe baten, denn wenn sie das nicht taten, dann gab es schon einige ''Kaka-Unfälle'' täglich, wodurch die meisten von uns nach kurzer Zeit den Spitznamen ''Scheisser'' bekamen :D. In der ersten Woche wurden auch Tests mit den Kindern gemacht, um ihr Wissen auf die Probe zu stellen. Es schockierte mich, dass manche weder ihren eigenen Namen kannten, noch wussten, ob sie männlich oder weiblich waren. Es machte alles den Anschein, dass sie von ihren Eltern wenig Aufmerksamkeit bekommen und kaum auf die Schulzeit vorbereitet werden. Für Eleni und mich waren die Tage im Kindergarten ziemlich stressig, da von den sechs Kindergärtnerinnen jede eine Arbeit für uns zu verrichten hatten. Nebenher sollten wir auch noch ihre ganzen Möbel lackieren! Da wünschte man sich doch schnell Ferien zurück.. :)

Passend zu Annes Geburtstag fand der Karneval in Puntarenas statt, welcher zu den größeren des Landes gehört. Wir machten uns früh morgens auf in die Hafenstadt und entspannten bei einigen Sonnenstunden am Strand, bis der Karneval losging. Dank unzähliger Menschen, lauter Musik als auch guter Stimmung glich der Umzug einer großen Party. Anschließend feierten wir am Strand in den Geburtstag. Abgeholt wurden wir von meinem Gastvater (Taxifahrer) , da dieser uns ein Angebot machte und es zur späten Zeit keine Busse mehr gab. Als ich gerade dabei war, die anderen von dem Zustand des Autos aufzuklären, hörte man auch schon von weitem die Klapperkiste anfahren. Die Fahrt war der Horror.. die Türen des Autos gehen nicht richtig zu, wodurch man nicht einmal die Möglichkeit hat, sich anzulehnen, es roch sehr stark nach Benzin, der Auspuff qualmte und nach einiger Zeit mussten wir an einer Tankstelle anhalten, um den Motor zu kühlen. Dennoch überlebten wir in diesem legendären Auto, welches hier auch noch TÜV bekommt! :D

Zwischendurch hatte ich ein verlängertes Wochenende, an welchem ich mit einem Freund namens Agustin nach Jaco gehen wollte. Da an diesem Wochenende der Hochsaison jedoch beinahe alle Hostels ausgebucht waren, erinnerte ich mich an Kenneth, welchen wir damals in Dominical kennengelernt haben und welcher uns vielleicht ein Hostel vorschlagen konnte, das nicht bereits ausgebucht war. Als uns Kenneth mitteilte, dass er uns gerne sein Kondominium bereitstellt konnten wir unser Glück kaum fassen :D. Die perfekten und vor allem gechillten Tage verbrachten wir mit viel Pool, Meer, Essen, Trinken ach.. und Prostituierten, von denen es in Jaco unzählige gab! :)

Nach so viel Sonne, Strand und chillen brauchte ich mal wieder einen Adrenalinausstoß! :D Mit zwei Freundinnen entschieden wir uns unsere Angst-Schwelle zu überwinden und starteten eine Rafting-Tour in dem dafür geeigneten Rio Sarapiqui. Im Bereich Rafting gibt es fünf verschiedene Schwierigkeitsgrade, wir wagten die Klassifizierung III.

In dem Startort Puerto Viejo de Sarapiqui angekommen, machten wir zunächst einen Rundgang über einen kleinen Pfad, wo wir rote Pfeilgiftfrösche entdeckten, welche lebensbedrohlich waren, wenn man mit ihnen in Kontakt kommt. Anschließend wurden wir über die Gefahren beim Rafting aufgeklärt, was uns sehr beruhigte. (Ironie! ;)) Als uns dann auch noch mitgeteilt wurde, dass unserer Guide eine solche Tour zum ersten Mal macht (Scherzkeks!) ging es endlich, mit Helm und Schwimmweste, los auf den Fluss. Es war viel Teamarbeit gefragt um sich auf dem Fluss fortbewegen zu können und keinen Mann über Bord zu werfen. Mit drei weiteren Personen im Schlauchboot hatten wir eine Menge Spaß durch die wilden Wasser des Río Sarapiqui mit dichtem Dschungel an den Ufern zu gleiten.. einige Zusammenstoße mit Felsen und Steinen gab es dennoch ''OH MY GOOOD, GET DOWN'', wie unserer Guide zu sagen pflegte! :D

Zwischendurch legten wir eine kleine Pause zur Erholung ein, wo wir auf frische Früchte, Schwimmen und Springen von Felsen eingeladen wurden. Nach zwei Stunden Rafting erwartete uns zurück am Startort ebenfalls ein leckeres kräftigendes Essen.

Seit langer Zeit hatten wir geplant am ersten Wochenende im März Tortuguero zu besuchen, da zu dieser Zeit die Schildkröten am Strand ihre Eier ablegten und man zusehen konnte, wie die Babyschildkröten schlüpfen, um ihren Weg ins Meer anzutreten.

An einem Freitag sollten wir uns also am Bahnhof treffen. In dieser Nacht spielte mein Handy wieder verrückt und als ich glaubte pünktlich am Treffpunkt angekommen zu sein, war ich leider einer Stunde zu spät da, da meine Uhr sich verstellt hatte. Die anderen waren bereits losgereist, da es täglich nur zwei Boote nach Tortuguero gab und sie somit drei Stunden mit mir warten hätten müssen.Ich trat demnach die Reise selbst an, was mich nicht besonders erfreute, da ich auf dem Weg merkwürdigen Menschen begegnete und an gefährlichen Haltestellen mehrere Stunden Aufenhalt hatte. Am nächsten Tag, welcher für uns um 5Uhr morgens begann, wurden wir mit einem Ruderboot durch die berühmten Kanäle Tortugueros gefahren, wo wir eine große Vielfalt an Tieren wie z.B. Krokodilen, Affen, Leguanen, Helmbasiliken u.a. entdeckten. Die Kulisse kam uns vor wie im Film. Anschließend besuchten wir den Nationalpark, welcher nicht sehr besonders war, wir uns jedoch freuten, als wir den seltenen Aguti erblickten. Leider gab es an diesem Wochenende noch keine Schildkröten :(.

 

Meine Lieben, ich zähle schon die Tage bis wir uns wiedersehen. Ich werde die Heimreise mit gemischten Gefühlen angehen, da man dieses paradiesische Land wirklich ungern verlässt und viele tolle Menschen kennengelernt hat. Dennoch freue ich mich unheimlich auf zu Hause und good old Stockach-city! ;D

 

Hasta pronto :) :*

Silvester unter heiligen Palmen..fiesta, fiesta Costa-Ricaaana! :D

Freitag, 08.02.2013

Endlich stand Silvester vor der Tür! :D auf dieses Event hatten wir uns schon lange gefreut, da wir an einem Ort namens St. Teresa zu feiern geplant hatten, wo eine der größten Silvesterpartys Costa Ricas direkt am Strand steigt. Anschließend wollten wir die gesamte nördliche Pazifikküste erkunden.. d.h. 7 Strände in 10Tagen :D aber nun mal von Anfang an.. St. Teresa ist auf der Halbinsel Nicoya gelegen,wodurch wir uns zu acht schon früh morgens mit der Fähre auf den Weg machten. Der Ausblick auf einige Inseln war wunderschön! Dort angekommen setzten wir uns in einen Bus und bemerkten schnell,dass es auf der Insel an Infrastruktur und somit auch Straßen fehlte. Die holprigen und verstaubten Wege waren jedoch schnell vergessen, denn schon im Bus waren die Leute auf fiesta aus und man begann auf Silvester ''vorzuglühen'', welches erst am übernächsten Tag war. Somit verging die Reise recht schnell. Dennoch waren wir froh, als wir im Hostel ''Tranquilo Backpackers'' angekommen waren. Die Preise in den Hostels steigen von Januar bis April an, da zu dieser Zeit die Trockenzeit ist und es somit die Zeit ist, an der die meisten Touristen im Land sind. Dennoch fühlten wir uns in dem Hostel gleich wohl..Hängematten machens eben aus und jedermann glücklich! :D Am selben Tag und auch am darauffolgenden besuchten wir Strände in der Nähe. Als Anne und ich als auch Dr. Ball (ein riesengroßer bunter megacooler Ball..einfach eine Augenweide!) einen halbstündigen Marsch zu einem schönerem Strand planten, hielt auch direkt ein Auto voller Brasilianern, welche von Dr. Ball angelockt wurden und wir somit einen Chauffeur hatten. Gastfreundlich wie man ist, wurde einem sofort ein kaltes Imperial in die Hand gedrückt. Als diese uns am gewünschten Strand absetzten, präsentierten sie uns noch stolz ihren 2m großen Fisch im Kofferraum, zu welchem sie uns abends einluden.. wir lehnten dankend ab! ;) Abends gingen wir zunächst in eine Strandbar, in welcher man es sich in Hängematten, Liegestühlen oder aber auch großen Betten bequem machen konnte und dabei bei Mondschein das Meer rauschen hörte. Nachdem wir die Happy-Hour ausgenutzt hatten,wurden Anne und ich von Freunden aus San Jose zu einem großen Lagerfeuer am Strand eingeladen.Am nächsten Morgen (ahh Silvester bei ~30°C :D) ging es auch mit diesen die in Richtung Montezuma, wo drei malerische Wasserfälle liegen. Der Weg dorthin war wirklich anstrengend! Man durchläuft Flüsse, matschige Wege, welche beinahe vertikal sind, glitschige Steinwege.. nichts für schwache Nerven. An dem ersten Wasserfall gibt es die besten Bademöglichkeiten, dort waren jedoch einige Menschen, wodurch wir uns weiterkämpften bis zum letzten. Für einige ist es ein absolutes Muss, den zweiten Wasserfall herunterzuspringen,welcher sehr hoch ist und schon zu einigen Todesfälle geführt hat. Da wir dies nicht riskieren wollten, befriedigte uns der Sprung vom dritten Wasserfall, wo es auch eine Seilschaukel gab, mit welchem man sich ins tiefe Wasser schwingen konnte.Auch liehen uns zwei nette Männer Schnorchelausrüstung aus, wodurch wir einige Tauchgänge durchführten, ich jedoch leider nur Schrimps und nicht die erhofften Krebse sehen konnte.SILVESTERABEND!!! Zunächst einmal stand ein Festmahl bevor. Wir suchten uns die größte Pfanne der Gemeinschaftsküche und fingen an das Abendmahl herzurichten. Es gab für jeden eine monströse Portion angebratenes Gemüse mit Fleisch und Nudeln, dazu Wein (was hier wirklich Luxus ist!) aus Pappbechern.. herrlich! Silvester konnte beginnen :D Zu einigen überdimensionalen alkoholischen Getränken versammelte sich das halbe Hostel am Tisch um Trinkspiele zu spielen. Der Pegel, die Hitze als auch der Spaßfaktor stieg.. wodurch wir schnell die Zeit vergaßen und somit noch gegen 23Uhr mit feuchtfröhlichen Spielen am Tisch saßen. 3...2...1... FELIZ AñOOO NUEVO! :D ..hieß es dann aber doch im ''CocoLoco'' einer super Location direkt am Strand,wo die größte Party den Landes stieg. Auch am Strand versammelten sich unzählige von Menschen.. es gab Feuerwerke, Lagerfeuer, eine Schaumparty und natürlich durfte auch das Nachtbaden nicht fehlen. Während sich nach und nach unsere Freunde von uns verabschiedete,ließen sich Anne und Ich mit einigen anderen Feierwütigen den ersten Sonnenaufgang des Jahres nicht entgehen.Wie ihr euch wahrscheinlich schon denken könnt, verbrachten wir den kompletten nächsten Tag schlafend am Strand.. :DDie Reise ging in einer weniger großen Gruppe weiter, da einige zurück nach San Ramón kehren mussten oder aber die nächsten Tage in Montezuma verbrachten.Mein nächstes Ziel war Samara und obwohl die beiden Orte an der Pazifikküste eine relativ kurze Luftlinie haben, so sind wir doch acht Stunden gereist, da eben die Infrastruktur auf der Halbinsel weniger gut ausgebaut ist und man auf der Fahrt anstatt Tankstelle wohl eher Kühe, Pferde, Esel u.a. antrifft. In Taxi nach Samara lernten wir einen Ami kennen, mit welchem Anne und Ich die wahrscheinlich unhygienischsten Cabinas mit unfreundlichem Personal und Ratten auf dem Dach behausten.. weitere Mitbewohner waren Riesenameisen im Zimmer..welch Luxus! :DNach dieser Erkenntnis kühlten wir uns bei Sonnenuntergang erst einmal im Meer ab. Der halbmondförmigen hellgraue Sandstrand stellte uns nicht komplett zufrieden (ist ja schrecklich schon Ansprüche an Strände zu stellen! xD) und daher verbrachten wir den nächsten Tag, nachdem wir das Hostel gewechselt hatten ;), an einem beliebteren Strand (Playa Carillo).Nach diesen zwei eher ruhigen Tagen ging es weiter Richtung Norden, Tamarindo! Dieser Ort wird von den Einheimischen gern ''Tamagringo'' genannt, da jener vor gringos (Amis) überquillt. Auch liegt hier der meist bebaute Strand der Halbinsel, welcher als Spitzenadresse für Surfer und Party gilt.. :D In ihrem Projekt in der Schule lernte Anne einige Tico-Freunde kennen, bei welchen wir in einem (leider) abgelegenen Dorf zwei Nächte übernachten durften. Zu siebt landeten wir daher auf einer Ranch, welche echt genial war. Das Holzhaus war sehr groß und auch der Garten war riesig und voll von Hühnern, Gänsen, Truthähnen, Hunden und Pferden.Wir wurden sehr herzlich von den Tico-Freunden empfangen und am nächsten Tag fuhren sie mit uns an den ''Playa Conchal'' ! Dies war einer der schönsten Strände Costa Ricas welcher lediglich aus vom türkisfarbenen Meer herausgespülten Muschelschalen bestand, wunderschön! :)Abends war eigentlich feiern angesagt.. doch da Anne krank wurde und die anderen weniger partyfreudig waren (sie glichen übrigens den Protagonisten von Big Bang Theory :D), schlürften wir unser Bierchen abends auf der Ranch, wo uns viele unheimliche Mythen über Costa Rica und deren Einwohner erzählt wurden.Die letzte Station unserer Neujahrsreise war der Vulkan Tenorio, wir hatten (fürs erste natürlich nur) genug von Strand und Sonne! :) Es ist erstaunlich, wie schnell sich hier die Temperaturen von Ort zu Ort ändern. Nach 20min Busfahrt war demnach von der Sonne und hohen Luftfeuchtigkeit nicht mehr viel zu sehen als auch spüren. In dem stillen Dörfchen Bijagua war es bewölkt und es herrschte ein frischer Wind.Von hier aus fuhren wir mit einem Taxi über Schotterwege Richtung Nationalpark. Meiner Meinung nach ist kaum möglich, das Gesehene in Worte zu fassen.Man sagt, dass Gott, nachdem er den Himmel blau angemalt hatte, seine Pinsel im Rio Celeste auswusch. Zu den spektakulärsten und magischsten Naturphänomenen gehören demnach der himmelblaue Fluss, die Wasserfälle und Teiche im Nationalpark, welche von unberührtem Regenwald umgeben sind.Was jedoch nicht besonders angenehm war, war der Geruch nach verfaulten Eiern haha :D, welcher durch die Schwefel- und Kalziummineralien im Wasser hervorgerufen wird und dieses dadurch auch hellblau ist. Am selben Tag ging es nach einer langen Wanderung bei steilen und steinigen Wege durch Matsch und Wasser voller neuer Erlebnisse im Bus zurück nach San Ramón.Mir blieben noch 1,5 Monate Urlaub.. :D 
Muuuchos Besos! :)
& Sorry, dass es immer Wochen später sind, bis ich Neues berichte! :) 

Tranquila.. oder die bessere Variante: Tequila! :D

Mittwoch, 05.12.2012

''AHHHHHHH, die Welt geht unter!'' ..denke ich mir mindestens einmal die Woche, wenn ein Erdbeben mich bei meinem Schönheitsschlaf, welcher daher leider keine Wirkung zeigt, stört.

Da ich sonst so schreckhaft bin, ist dies eigentlich die perfekte Therapie! ;)

An dem ersten Wochenende seit dem letzten Eintrag fand also mein 20. Geburtstag statt.. und wie schon seit vielen Jahren, bekomme ich vom reifer werden kaum was mit. Dadurch wurde auch dieser Festtag mit Piñata, einer Hüpfburg, Donald Duck & Co, einer Sahnetorte, einem Früchtekuchen und einem von Freundinnen selbstgebackenen Schokokuchen.. ja, das sind drei Kuchen/Torten für mich! :D..(ok hier und da waren auch ein oder zwei Tequilas dabei) zelebriert. 20. Geburtstag, das hieß drei Tage Party und Paula war fürs Erste befriedigt! :D

0Uhr meines Geburtstages verbrachte ich jedoch in einem Taxi, da wir von einem überteuerten Club mit total aufgestyltem Publik zu einer Straße fuhren, an dem Bar an Bar reihte und in welcher wir zu lateinamerikanischen Klängen neben Menschen tanzten, bei denen das Tanzen eher nach Sexstellungen aussah.

Am meisten gefreut hat mich jedoch, dass meine Gastfamilie mir angeboten hat Freunde ins Haus einzuladen und wir daher bei von Gastmutti zubereitetem Essen einen schönen Abend hatten. Was jedoch zwischendurch für weniger Appetit sorgte, war ein großer überfahrene Krebs, welcher auf der Straße vor dem Haus lag und sich und seine Innereien von der schönsten Seite zeigte.

Was weiterhin die Gastfamilie betrifft, so bin ich wohl in einer wirklich positiv verrückten Familie gelandet :D mein Bruder ist der totale Fußballfreak.. wenn er nicht gerade auf dem Spielfeld ist, so schaut er Fußball im TV... und das den gaaaanzen Tag! Seine Stimmbänder scheinen dauerhaft auf Probe gestellt zu sein, denn wie mir erscheint schafft er es über gefühlte Stunden ''GOOOOOOOOOOOLLLL'' durchs Haus, ach ne man hört es auch in 500m Entfernung, zu schreien!

Außerdem habe ich es bisher kaum eine Nacht ausgehalten, ohne Oropax zu schlafen, was daran liegen mag, dass mein Zimmer total hellhörig ist und man hier man bis tief in die Nacht schreit/singt/weint/lacht. 

Dennoch bin ich ziemlich froh in dieser Familie gekommen zu sein. Ich unterhalte mich viel, verstehe mich sehr gut mit ihnen und der Spaß kommt auch nicht zu kurz!

Auch habe ich neulich bemerkt, dass ich eine große Kaffeeplantage vor dem Haus habe, was ich ziemlich cool finde, bin ja der totale Kaffeeliebhaber .. äh nicht ;) trotzdem cool! :D

Mit meinem Spanisch komme ich soweit gut zurecht, dennoch gibt es einige Unterschiede zwischen dem meinem erlernten Schulspanisch und dem costa ricanischen Spanisch, was schnell zu Missverständnissen führen kann haha.. :D So heißt hier ''todo recto'', wie ich es in der Schule mitbekommen habe, nicht ''gerade aus'' sondern sowas wie ''alles Mastdarm!'' :D Im Kindergarten sind die Kinder auch nicht immer leicht zu verstehen.. so fragten wir neulich einen Jungen wie er heisst, woraufhin er mit ¨Playa¨ antwortete, was ¨Strand¨ bedeutet, was wir totaaaaal lustig fanden, da wir gleich davon ausgegangen sind, dass er auch dort gezeugt wurde. Spaeter stellte sich leider heraus, dass sein Name ¨Bryan¨ ist.. :(

Im Kindergarten ist zur Zeit viel Arbeit angesagt, da Weihnachten vor der Tür steht. Wir basteln einige Sterne, Engel und hängen eine ''fiesta de bolas'' an die Decken! Zwischendurch beschäftigen wir uns mit unserem eigenen Projekt für die Kinder, wodurch der Garten des Kindergartens aufgrund zweier ''wunderschönen'' Schnecken und zwei Twister-Flächen im neuen Glanz erscheint! ;)

Anmerken sollte man aber auch, was man hier unter recyclen versteht. Meiner Meinung nach ganz und gar nicht nachhaltig.. So sollten wir verschimmelte Kartons auswaschen, in welchen bereits seit langer langer Zeit die Reste der Milch bzw. des Orangensaftes gehalten wurde. Da kam dann auch die ein oder andere mutierte Kakerlake mit raus, widerlich! :/

Das Wochenende darauf ging es endlich wieder an den Strand..man hat's ja nicht weit! :D

Anne und ich machten es uns abends zunächst bei einem Kumpel aus Venezuela bequem, wo wir mit Caipirinha empfangen wurden, was nun wirklich ein Gaumenschmaus ist, wenn man  zwanghaft zum Biertrinker geworden ist.. :) Die Nacht verbrachte ich in der Hängematte, was die erste Sache sein wird, die ich mir unbedingt in Deutschland anschaffen werden muss.

Am nächsten Morgen ging es nach einer beinahe schlaflosen Nacht auf nach Manuel Antonio! Auf dem Weg machten wir auf einer Brücke halt unter welcher einige Krokodile zu sehen waren, welche im Fluss schwammen oder wie ausgetrocknet in der Sonne lagen. Ein tolles Erlebnis, da ich Krokodilen in der Natur noch nie so nahe gekommen war.. :)

Der auf einmal auftretende Regen vermieste uns ein wenig die Laune. Dennoch wollten wir den Nationalpark Manuel Antonio besuchen, welcher zu den Topattraktionen Mittelamerikas zählt, was schnell durch die Touristenmassen bestätigt wurde. Dadurch fanden wir den Weg zum traumhaft irrealen Sandstrand mit türkisblauem Meer noch schneller.. eingeschränkt wurde der Strand von beiden Seiten durch felsiges Land. In der Zwischenzeit hatte sich das Wetter wieder verbessert und die Sonne war kaum auszuhalten.

Als wir uns jedoch im Meer baden wollten, wurde ich schnell aus meinem Paradies geweckt. Es befanden sich kleine Quallen im Wasser, an welchen ich mich verbrannten, wodurch ich aber erzählen konnte, mit einem Krokodilen gekämpft zu haben! :D

Nach einigen Stunden in der prallen Mittagssonne, wanderten wir ein Stück im Regenwald.. es war wirklich nur ein Stück, da wir wie normalerweise üblich überhaupt nicht motiviert waren, den gesamten Park zu erkunden. Am nächsten Strand hielten wir eine siesta..dennoch sah ich an diesem Tag erstaunlich viele Tiere! Mit dabei Brüllaffen, Faultiere, Waschbären, Leguane, Pelikane und ganz außergewöhnlich: Schmetterlinge! ;)

Den Abend verbrachten wir im Hostel, von welchem wir eine wunderschöne Sicht auf das Meer und somit auch meinen ersten richtigen Sonnenuntergang hatten. Geschlafen wurde in einem Zimmer mit 15 Menschen.. man gewöhnt sich daran ;)

Am nächsten Morgen standen wir noch vor Sonnenaufgang auf, um die besten Wellen im Nebenort Jaco zu reiten. Naja.. Anne und ich wohl eher um die unzähligen Surferboys vom Strand aus zu beobachten haha :D. Bei einem köstlichen Frühstück mit Toast und Früchten ließen wir das Wochenende revue passieren und machten uns anschließend auf den Heimweg.

Das folgende Wochenende besuchten wir einen Freund in San Jose, wo wir bei Shisha (ich bin soooo auf Entzug!), Rotwein, Käseplatte und Dämmerlicht einen RAMMONDISCHEN aber dennoch sehr lustigen Abend verbrachten.. haha einmalig so ein Vorglühen, dat gibts in Deutschland nicht! Da geht das schon weniger human zu :).

Hier in San Ramon sind wir von Tag zu Tag immer genervter von dem Wetter..es windet ständig und dazu noch richtig stark zu oft auftretendem Regen. Dieses Wetter wird ''Weihnachtswetter'' genannt und soll demnach noch den Monat so bleiben, wodurch man kaum jemand antrifft, welcher nicht erkältet ist.

Dieses Wochenende war das totale Partywochenende! Am Freitag die Abschiedsfeier von Ina, einer Freundin mit welcher ich arbeite, da diese für ganze zwei Wochen weg ist! Man braucht immer ein Grund zum feiern ;) Am Samstag fuhren Eleni und ich, nachdem wir zwei Stunden im Auto gewartet hatten (Ticos sind verdammt unpünktlich), mit zwei Kumpels nach la Fortuna zum feiern. Das Hostel in dem wir uns aufhielten gehörte einem Schweizer, welcher zwar 40Jahre alt war, seine Hände offensichtlich aber nicht von Drogen lassen konnte... vollkommen verrückter Typ! :D

Nachdem wir einen Club besuchten, starteten wir die wahrscheinlich coolste Spontanaktion, von welcher ich noch ewig nach dem feiern träumen werde! Da la Fortuna in der Nähe vom Vulkan Arenal liegt, gibt es dort einen öffentlichen natürlich heißen Fluss, welcher wir aufsuchten. Da es stockdunkel war, kann ich nicht genau sagen, wie es ausgesehen hat, doch es fühlte sich besser an als in jeder Therme..und das von Wald umgeben! Es gab zwei Bereiche, welche durch einen Wasserfall abgetrennt waren und nachdem wir eine lange Weile in dem warmen Gewässer gechillt hatten, musste mir natürlich wieder ein Unglück passieren! So wählte ich auf dem Rückweg den falschen Weg und bäääm, es haute mich im dunkeln kopfüber auf dem Bauch den Wasserfall hinunter! Haha, legendärer Sturz! :D Außerdem wurden die Klamotten von den Jungs geklaut,was ziemlich nervig war.

Am folgenden Tag stand ich mit blau befleckten Beinen auf und Eleni und ich gingen an einen Wasserfall, welcher als ''70m langes, glitzerndes Band aus klarem Wasser, das durch eine Schlucht aus dunklem Vulkangestein strömt, deren steile Wände von Bromelien, Moos und Farnen bewachsen sind'' beschrieben wird..und genau so schön wirkte er für uns. Der Weg dorthin war jedoch nahezu vertikal und durch den Regen war der Boden sehr matschig, wodurch es sich schwierig gestaltete diesen zu erreichen.

 

Dies waren also die Erlebnisse der letzten Wochen zusammengefasst.. :)

Hatte übrigens auch das erste Mal schlimm Heimweh, ihr fehlt mir hier sehr.

 

Adios Amigos und allerliebste Besitos! :*

Pura vida, mae! :D

Dienstag, 06.11.2012

Da bin ich wieder und spreche in der Zwischenzeit bereits fließend spanisch! Ich kann es selbst kaum fassen, es überkam mich so über Nacht.. haha, schön wärs :D Jedoch muss ich zugeben, dass ich bereits den größten Teil eines längeren Gespräches verstehe. Dennoch gibt es Momente, in denen mein Gehirn nicht ganz mitkommt und ich es somit bei einem freundlichen ''si si, muy bien'' belassen muss.Was das Besuchen sehenswerter Orte Costa Ricas anbelangt, so bin ich ganz vorne mit dabei! ;)

Mit den Kindergärtnerinnen des Kindergartens, in welchem ich arbeite, machten wir uns eines Tages auf den Weg nach La Fortuna, eine Stadt in direkter Nähe zum bekanntesten Vulkan Costa Ricas: Volcán Arenal. Die Fahrt dorthin war seeeeehr amüsant, denn ich durfte miterleben, wie es 10 Kindergärtnerinnen schaffen mehr Gelächter und Geschrei zu produzieren als 100 Hosenscheisser, unglaublich :D Das Wetter zeigte sich an diesem Tag von seiner schlechtesten Seite. Nein, geschneit hat es dennoch nicht ;). Bei Regen genossen wir die heißen Quellen bei leckerem Tico-Essen mit dem Ausblick auf den Arenal in vollen Zügen. Vollkommen erschöpft und gechillt kehrten wir zurück.. ach obwohl, die Kindergärtnerinnen machten im Partybus keinen Anschein, den Mund halten zu wollen :D.

Da ich ständig gefragt werde ''arbeitest du eigentlich auch mal?'' erzähle ich nun eben vom Arbeiten :D Was die Kinder in der Arbeit angeht, so habe ich von Tag zu Tag mehr Spaß mit ihnen. So wollte ich zum Beispiel einen Jungen mit Hilfe eines Spieles mit seinem Körper bekannt machen. Doch frühreif wie die Kinder sind, konnte dieser Junge von seinem ganzen Körper lediglich den Penis der Spielfigur korrekt zuordnen. Wen interessiert hier schon wo die Augen liegen, hauptsache der Penis sitzt am richtigen Platz! Außerdem sind sie stets bemüht aus Knete große Spermien zu kneten und rennen mit Handys durch die Gegend. Da braucht man sich auch nicht wundern, wenn eine fünfjährige einen fragt ''Bist du eigentlich auch bei Facebook?''.Bin nur ich der Meinung, dass hier irgendwas gewaltig falsch läuft? xD Der Kindergarten zeigt sich nun von seiner ''prachtvollsten Seite'', da wir den wahrscheinlich hässlichsten und kitschigsten Weihnachtsbaum ganz San Ramons aufbauen durften. Ja, dieser blinkt in drei verschiedenen Weisen und 100 willkürlichen Farben. Wenn jemand Geschmack hat, dann sind es eben die Ticos! ;)

Außerdem sind diese die totaaalen Weihnachts-Fanatiker! So standen schon im Oktober Weihnachtsmänner als auch künstliche Weihnachtsbäume in den Einkaufsläden..Bei den hohen Temperaturen kommt man jedoch nicht wirklich in Weihnachtsstimmung. Vor allem ohne Glühwein! :D 

Als ich mit meiner Gastmutter eine christliche Kirche aufsuchte, hatte ich meinen ersten richtigen Kulturschock! Anders als erwartet waren die Menschen hier nicht schick gekleidet, sondern trugen Mützen, Fußballtrikots, Kapuzen und kauten Kaugummi, während einige im Internet surften. Bis auf die Verhaltensweise einiger Personen war ich jedoch positiv überrascht. Es gab einige junge Menschen, die dem Gottesdienst folgten. Außerdem war der Gottesdienst sehr interessant gestaltet, was mit Hilfe einer Powerpointpräsentation unterstützt wurde.

Unter der Woche besuchen wir die Bars 'indiscretos' als auch 'secretos', in welcher live-music gespielt wird. Es gibt eine open stage und ich bin immer wieder begeistert von der tollen Atmosphäre als auch den talentierten Musikern, bei deren Klängen wir zu einem kühlen Imperial (traditionelles Bier) den Abend ausklingen lassen. Doch auch am Wochenende kommt das Feiern nicht zu kurz. Besonders erfreulich ist es, wenn der Eintritt in einen Club 1000Colones (1,50Euro) kostet und man eine Stunde Freigetränke hat.. haha :D Einige sind verwundert, dass ich trotz deutscher Nationalität einen typisch lateinamerikanischen Namen trage. Komischerweise kann meine jüngere Gastschwester diesen typischen Namen immer noch nicht aussprechen. Wenn daher ''eeeeeehhhh'' von ihr durch das Haus gegröhlt wird, bin meistens ich gemeint, haha :)Als ich eines Nachts vom Feiern nach Hause gekommen bin und mich nach einer kalten Dusche (verdammt, ich mag 'ne warme Dusche:( ) in mein Bett schmeißen wollte, bemerkte ich im letzten Moment eine fette, große, widerliche, schwarze (weitere suboptimale Adjektive dürften sich nun dazugedacht werden) Kakerlake. Die Gute war jedoch bereits nicht mehr am Leben.Als ich dies am nächsten Tag meiner Gastmutter erzählte, so meinte diese, dass sie Spray auf die Decke gesprüht hätten, damit diese nicht mehr blättert und ich mit Deckenbrösel neben mir aufstehe. Von diesem Spray ist demnach wahrscheinlich die Kakerlake gestorben. Da stellt man sich doch tatsächlich die Frage ''Will ich lieber mit Dreck auf dem Bett aufstehen oder umgeben von toten Kakerlaken?''.

Dieses Wochenende stand wieder ein Ausflug bevor. Im Bus reservierten wir ein Hostel. Als wir jedoch am Busbahnhof in Monteverde ankamen, wurden wir von zwei Männern angesprochen, welche uns unbedingt ihr Hostel andrehen wollten. Da dieses uns einen ganzen Dollar günstiger kosten würde, Frühstück inklusive, entschieden wir uns für jenes Hostel Tucan. Anscheinend konnten die Besitzer des Hostels es nicht bei einem Angebot belassen und so bekamen wir noch den Superman-Flug beim Canopy gratis dazu! :D Die Canopy Tour war einfach unbeschreiblich.. es fühlte sich wie fliegen an! Man gleitet alleine an einem Drahtseil 300m über der Erde mit einer wunderschönen Aussicht über grüne Weiten bis hin zum Pazifischen Meer. Es gab mehrere Plattformen und die Art der Übergänge von einem zum anderen Baum variierte. Vor allem aber hat mir der Tarzan Sprung gefallen! Von einer erhöhten Plattform schwingt man quasi in den Regenwald, einzigartig! Am folgenden Tag besuchten wir einen der populärsten Nationalparks Costa Ricas. So wanderten wir in Monteverde mehrere Stunden durch den Regenwald und schossen einige Fotos auf welchen man jedoch das viele Grün kaum festhalten kann. Anschließend machten wir uns zurück auf den Heimweg. Die Straßen bzw. Kieswege um Monteverde herum gehören zu den gefährlichsten Costa Ricas, da diese von Schlaglöchern überwuchert sind. Da überraschte es uns nicht sonderlich, als unser Bus nach einiger Zeit eine Reifenpanne aufwies, die Freude überkam uns! ;) Am nächsten Tag sollten wir früh morgens bei einem Marathon in der Stadt helfen, dessen Spenden unserem Kindergarten zu Gute kommen. Pünktlich angekommen stellte sich jedoch vor Ort heraus, dass man nicht mehr auf unsere Hilfe angewiesen war... yäy, ausschlafen wird hier auch überbewertet! ;)Mittags bestieg ich mit Ina einen Hügel und wir genossen bei dem Ausblick auf San Ramon.. die wamr Abendsonne auf unserer Haut. Anschließend rodelten wir den Berg herrunter, wonach meine Unterhose einige Schäden aufwies! xD soeben merk ich, dass dies wahrscheinlich keinen interessieren wird.

Hier gibt es sogar Sonntags einen Grund zum Trinken! Da man jedoch in der Stadt keinen Alkohol konsumieren darf, machten wir uns es wie die Penner im letzten Viertel bequem und genossen unser 1,5liter Bier für günstiges Geld.Gegen später cruisten wir mit einem Tico-Freund durch die Gegend.. hier gibt es kaum Verkehrsregeln und die Polizei ist höchst desinteressiert, wenn der Fahrer mit Alkohol oder auch stärkeren Drogen am Steuer sitzt. Tranquila, wie man hier zu sagen pflegt! ;) alles sehr gechillt mit pura-vida feeling haha :) So meine Liebe, wenn ich das nächste mal schreibe, bin ich 20Jahre alt! Da geht es langsam auf die 30 zu, die grauen Haare fangen an zu sprießen und die Glöckner-von-notre-dame-Haltung kommt zum Vorschein! Das wird ein Festtag :D aber ihr werdet fehlen :( 


Besooooos ! Adios amigos! :) 

Columbus alias Paula erobert die Karibik!

Mittwoch, 17.10.2012

Trotz starker Erkältung konnte mich am Freitag nichts davon abhalten, die Karibik für mich zu gewinnen! :D 10Tempopackungen später kamen wir endlich in Puerto Limon an. Doch unsere Vorfreude auf den Karneval und den damit verbundenen Umzug war schnell verflogen. Es stellte sich heraus, dass die ticos sehr spontan sind was den Umzug anbelangt und daher hatte jeder, den wir fragten, wann dieser stattfindet, eine andere Information parat.. Enttäuschung pur! :(

Nachdem wir den Rest des Tages in Puerto Limon verbrachten, fuhren wir anschließend weiter in unser Hostel in Cahuita. Dieses war relativ klein jedoch sehr chillig ausgestattet..Bob Marley Songs auf der Hängematte inklusive! :D Nachdem wir für günstiges Geld zwei Teller Spaghetti in uns reinstopften, machten wir das Dörfchen unsicher. Die Atmosphäre ist wahrscheinlich mit der auf Jamaica zu vergleichen, da aus jeder Bar Reggae zu hören war und jede zweite Person uns mit Rastas entgegenkam..außerdem roch es verdächtig nach Gras xD

So machten wir es uns bei einigen Cocktails bequem um am nächsten Tag fit in den Nationalpark Cahuitas zu starten... das Paradies auf Erden! :D

Der Park zählt zu den am häufigsten besuchten Nationalparks des Landes.

Man wandert an den schönsten Stränden vorbei und durch den Küstenregenwald, wobei man ständig anhalten muss, um die beeindruckende Natur zu bestaunen. Ich selbst war noch nie an einem so schönen und vollkommenen Ort. Nur ein paar Menschen kamen uns auf dem Weg entgegen. Viel mehr begegneten wir Eidechsen, Waschbären, einigen Krebsen als auch Affen die von Baum zu Baum sprangen.

Am Ende des Parkes konnten wir uns endlich überglücklich an den Strand legen und unsere Eindrücke verarbeiten.

Nach einiger Zeit machten wir uns auf den Weg zurück zu unserem Hostel um noch einen anderen Strand zu besuchen. Es stellte sich jedoch heraus, dass der Weg 10km lang war.. Trampen war angesagt! :D Schnell fanden sich nette Amis und auf dem weiteren Weg Einheimische, die uns gern auf ihrer Karre mitnahmen, hammer Typen – unsere Rettung! :D

Abends chillten wir uns wieder in eine Bar.. wo um uns herum neben live-music ein bekiffter Rastaman auf seinem klapprigen Damenrad seine Runden drehte, haha selten sowas lustiges gesehen! Auch die Polizei war anwesend, doch es schien als ob diese von dem Duft, der die Stadt bedeckte, selbst angetan war :D

Am folgenden Tag ging es weiter nach Puerto Viejo in das Hostel Rocking J's. Laut Reiseführer ''das fetzigste Hostel von Puerto Viejo und Hängemattenhotel gehört dem lebenslustigen gewitzten J. Er veranstaltet Togapartys bei Vollmond und Trinkspiele am runden Tisch. Wer so richtig abfeiern will, ist hier genau richtig – und jede Menge neue Freunde lernt man auch gleich noch kennen''... doch das ist eindeutig untertrieben! Es ist das wahrscheinlich coolste Hostel, das ich je besucht habe :D Alles ist mit Graffiti bemalt, Mosaikböden, schöner Strand, Menschen von der ganzen Welt und die Hängematten sind bequemer als jedes Bett in Costa Rica!

Mittags ging es nach Manzanillo, wo wir mit 'nem verrückten Typen mit dem Boot rausfuhren um Delfine in der freien Natur anzuschauen. Anschließend führte die Tour in ein Hippie-Dorf, wo wir einige Früchte kosten durften und uns das Leben der Hippies ansehnlicher gemacht wurde.. wow, sie produzieren sogar selbst ihren Dünger, faszinierende Anblicke ;)

Trotz des schlechten Wetters ließen wir uns nicht davon abhalten, auch das Unterwassergebiet von Manzanillo zu erkunden.. Schnorcheln im Korallenriff, einzigartiges Erlebnis!

Da es danach heftig anfing zu regnen und wir klatschnass und beinahe verhungert am Hostel ankamen, stürzten wir uns auf Burger als auch Dusche. Danach begann langsam das Nachtleben zu florieren.. Schnell lernten wir einige Leute kennen und so begannen Anne und ich uns in Trinkspielen von der ganzen Welt als wahre Deutsche zu beweisen! Auch im Beer-pong schienen wir unschlagbar. Froh waren wir auch darüber, einige deutsche Typen kennenzulernen, mit denen wir uns vor allem aufgrund von vorhandener fürs Abitur selbstgebastelten Shisha schnell anfreundeten.

Im Hostel wurden währenddessen einige live-Auftritte als auch Feuertänze aufgeführt.. der Abend, die Location, die Menschen, der Alkoholpegel – perfekt!

Zur Krönung des Abends ging ich Nachtbaden bei klarem Sternenhimmel.. in einem von einem Tico selbsternannten Jacuzzi!

Nach einer bequemen jedoch beinahe schlaflosen Nacht in der Hängematte ging es schweren Herzen wieder zurück nach San Ramon. Doch mit Sicherheit hat uns die Karibik bald zurück! :D

Zu Hause wurde ich erst einmal von einer superschönen (Achtung: Ironie!), orange leuchtenden, russischen Bettdecke begrüßt – yääääääy ! ;) Außerdem besteht mein Fenster nicht wie gewöhnlich aus Fensterscheiben, nein, es ist lediglich eine Folie übergezogen.

Abschließend ist die Pechsträhne zu erwähnen, die mich die letzte Woche verfolgt hatte... Da die Schiebetür in der Tanzschule klemmt, muss man diese mit ganzer Kraft zuschieben. Natürlich war ich die Auserwählte des Tanzlehrers, welcher mit voller Wucht die Tür an mein Kopf dröhnte. Anschließend war ich mit einem Einhorn zu vergleichen, Beule ahoi! :D

Nicht zu vergessen die Erkältung, die ich mir zugezogen habe. Doch das war noch nicht genug !

Bei guten Pegel im Rocking J's, jedoch niiiiicht betrunken, drehte ich mich während dem Laufen mit einer Bierdose um... und bäääm stolperte ich über einen Stein und flog nach Angaben von Zeugen noch mehrere Meter über den Boden wobei die Bierdose explodierte und einige Leute bespritzte. Jepp, die Leute als auch ich, wir hatten nicht schlecht zu Lachen :D Fazit: Zerrissene Hosen und komplett blaue Knie... aber das schlimmste: das Bier war leer! xD meine Gastmutter daraufhin ''Oh Gott, dich kann man nicht aus dem Haus lassen.''

Übrigens hat Costa Rica soeben 5:0 im Fußball gewonnen - hach, dieses Land ist doch perfekt! :D

Adios Amigos :)

 

Costa Rica - los erstos Eindruckos!

Dienstag, 09.10.2012

Da stand ich nun voller Vorfreude alleine am Flughafen mit einem Ticket nach Costa Rica und war bereits vollkommen überfordert :D auf meiner kleinen Reise bis hin zum Terminal lernte ich bereits einige Menschen kennen, die mir wahrscheinlich meine Verpeiltheit angesehen hatten und deren Hilfe ich gerne ausgenutzt habe. Anschließend traf ich auf Anne, welche ich bereits beim Vorbereitungsseminar in Bonn kennengelernt hatte und mit der ich den Flug bewältigen sollte.

Hätte Anne vorher gewusst, wie ich mich bei Start als auch Landung verhalte, so hätte sie mit Sicherheit einen anderen Sitzpartner bevorzugt, hoho die Ärmschte! :D Die 16Stunden gingen wie im Flug vorbei (Achtung! Schlechter Witz!) Mit einem kurzen Zwischenurlaub auf der Dominikanischen Republik kamen wir dann schließlich an unserem Traumziel Costa Rica an!

Sofort wussten alle Bescheid, dass wir das erste Mal hier waren, da wir bereits beim Anblick des Geldes ein fasziniertes ''OHHHH'' und ''AAAAHH'' von uns gaben... denn die Geldscheine sind ganz bunt mit vielen Tieren, haha! Wie die typischen Touris eben ;)

Anschließend wurden wir vom Mitarbeiter der Organisation mit einem schicken Van abgeholt und nach San Ramón, unserem Aufenthaltsort gebracht. Der Weg ließ uns bereits einige Einblicke in die bezaubernde Natur und die Gebirgskette Costa Ricas erlauben, wodurch die Müdigkeit aufgrund des nicht-schlafen-könnens-im-flugzeug schnell vergessen war :)

In San Ramón angekommen wurden wir zu unserer Gastfamilie gebracht.. hier der erste Kulturschock! Meine Wünsche wurden nicht erhört, als ich hoffte, dass der Van nicht im letzten Locht halten würde. Die Straße nennt sich ''Calle varela'' und befindet sich direkt neben einem angeblichen Drogenviertel. Die Gastfamilie besteht aus Vater (welchen ich bisher nur 1x gesehen habe), Mutter, Sohn und zwei Töchtern, wobei die eine Tochter bereits ebenfalls ein Kind hat, welches auch im selben Haus wohnt. Die Kleinste hat mich sofort ins Herz geschlossen, auch wenn ich kein Wort von dem verstanden habe, was sie mir aufgeregt erzählt hat. Die Gastgeschenke haben allen sehr gut gefallen und mein Gastvater wollte mich sofort auf ein Bier einladen :D.

Das kleine Haus ist leider recht schäbig eingerichtet. So ist zum Beispiel der Duschkopf selbst gebastelt, die Bezüge des Sofas bereits zerrissen und meine Zimmerdecke am bröckeln. 

Das Gute in dieser Straße: Josi und Hannah als Nachbarn :D

Direkt nach dem Frühstück, welches natürlich aus Bohnen bestand, habe ich Hannah besucht, mit welcher ich zunächst mit deren Gastbrüdern den Pferdestall am Ende der Straße aufgesucht habe und anschließend die Stadt unsicher gemacht habe.

San Ramón als Stadt gefällt mir sehr gut.Im Zentrum befindet sich eine schöne große Kirche, welche direkt neben dem Stadtgarten gelegen ist.Es gibt unzählige kleine Läden und davor aber auch einige Ticos, welche dir hinterherschauen und rufen. Die Straßen gleichen einem Minenfeld und außerdem gibt es wohl kaum Verkehrszeichen...ganz nach dem Motto: THIS IS SPARTA, und sich samt Auto durchboxen ;)

Abends war ich mit den Mädels in einem Restaurant essen und habe mich erst einmal als Kulturbanause erwiesen... BÄM HAMBURGER MIT POMMES! :) daraufhin bin ich nach gefühlten 1000Stunden ohne Schlaf in mein Bett gefallen, ohne auch nur einen Moment Ausschau nach Kakerlaken in meinem Zimmer zu halten.

Am Morgen darauf trafen wir uns mit Tanja und Majnor (Mitarbeitern der Organisation) im Stadtgarten, woraufhin wir eine Führung in einer kleinen Fabrik hatten, in der Zuckerrohr hergestellt wurde. Wir waren einige FSJler, mit denen ich mich allen gut verstanden habe :)

Anschließend fuhren wir in ein abgelegenes Restaurant, auf welchen uns Angeboten wurde, einen Ausritt mit Pferden zu machen. Josi und ich hatten uns gegenseitig überredet und so bestiegen wir nach einigen Jahren zum ersten mal wieder ein Pferd, es war traumhaft :D Die Strecke führte über Berge, auf denen wir eine wunderschöne Aussicht hatten, Flüsse, durch Maisfelder... als auch noch der Regen einsetzte war es perfekt ! Zum ersten Mal fühlte ich, wo ich wirklich war.. Costa Rica – das war Leben pur! :D

Völlig durchnässt jedoch überglücklich machten wir uns zurück in die Stadt, wo wir eine Einführung bekamen als auch kleine Citytour.

Abends waren wir bei Josi zum Spätzle essen eingeladen, welche man eher als Spätlebollen bezeichen kann, haha :D Danach gab es eine Ladys Night in der Bar, in welcher wir uns alle über die ersten Eindrücke austauschen konnten und schnell bemerkten, dass wir die selben Sorgen und Probleme hatten.

Am nächsten Tag sind wir alle zusammen zum Obstmarkt gegangen, auf welchen wir neue Früchte probierten und aus Kokosnüssen tranken.

Anschließend liefen wir ins Kino in der Mall, in welchem wir vor dem Regen fliehen wollten, und einen vollkommenen Psycho-Film anschauten, der uns alle nur zum Lachen brachte xD.

Am Sonntag machten wir uns auf den Weg Puntarenas zu besuchen, eine Stadt in der Nähe, welche am Pazifik gelegen ist.

Uns wurde schnell klar, dass dies wahrscheinlich der hässlichste Strandfleck in ganz Costa Rica war! Dennoch erwies sich der Tag als erfolgreich, da in Puntarenas gerade ein Fest stattfand (Die Ticos finden immer einen Grund zum Feiern;)) und es dadurch unzählige kleine Stände mit Souvenirs gab, welche wir uns anschauten.

Die Woche hatte ich begonnen in meinem Projekt zu arbeiten.

Wie sich erwies, gibt es in dem Kindergarten nicht nur wie angenommen 40Kinder sondern mehr als 100 dieser Rotznasen Sehr amüsant wird es dann, wenn 20 Kinder gleichzeitig von einem angeschaukelt werden wollen und alle deinen Namen brüllen, während sich fünf Kinder verkloppen und weitere zehn dich mit ihren riesengroßen Augen anflehen, die noch unreifen Orangen vom Baum zu pflücken, yäy! :D Dennoch macht die Arbeit rieeeesen Spaß und es gibt so einige Lacher zwischendurch. So zog mir ein Junge zum Beispiel mein Top runter und sagte ''MAMA HAT DIE AUCH!'' haha :D. Bereits nach nur einigen Tagen habe ich die meisten Kinder sehr ins Herz geschlossen, sie sind total niedliche und liebebedürftige Wesen und behandeln mich bereits wie ihre große Schwester.

Auch haben sie bereits, wie alle anderen Ticos, ein falsches Verständnis von groß und blond.. da sie mich ihre ''Barbie'' nennen :D.

Dennoch war ich nach den Stunden mit den Kindern immernoch nicht ausgepowert und so besuchte ich abends einen Zumba-Kurs, Tanz-Kurse und Step-aerobic, welche in Costa Rica nochmal 100x mehr Spaß machen :D Beim Tanzkurs kam das Lachen vor allem daher nicht zu kurz, da ich es mehr als einmal geschafft habe, meinem Partner aufgrund von Mangel an Tanzkenntnisse auf die Füße zu treten und ihn somit beinahe zum Verzweifeln gebracht habe, ehe ich letztendlich doch noch den ''Dreh'' rausbekam.

Doch auch Disco- als auch Barbesuche kamen in meiner ersten Woche in Costa Rica nicht zu kurz.. dazu jedoch keine genaueren Angaben :D

Am Wochenende besuchten wir San Jose, die Hauptstadt Costa Ricas, als auch den Volcan Poás, von welchem ich, als alte Geographin, sehr fasziniert war.

Oktober ist der Monat in der Regenzeit, in welchem der meiste Niederschlag fällt, was ich soeben bemerke, denn es schüttet wie aus Eimern.. und das ist noch lange untertrieben..

Doch langsam habe ich mich hier gut eingelebt und fühle mich immer wohler in meiner Familie als auch Gegend. An die Umstände habe ich mich beinahe gewöhnt und dadurch, dass man ständig neue Leute kennenlernt, fällt einem alles viel leichter und man beginnt die Zeit in vollen Zügen zu genießen.

 

Ach obwohl :D Es gibt Sachen, an die ich mich sicher nicht gewöhnen werde: Mangel an Döner, Laugenstangen, Milka und Bodylotion, welche nicht glitzert. Adios Amigos!